Hintergrund

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Unterlauf der Sense begradigt und kanalisiert. Ziele der damaligen Korrektion waren, Land zu gewinnen und die Gefahr von Hochwassern zu verringern. Rund 100 Jahre später haben die Uferschutzbauten im betroffenen Flussabschnitt das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und können ihre Schutzfunktion vor Hochwasser teilweise nicht mehr erfüllen.

Zudem haben sich die Philosophie im Wasserbau und damit auch die Gewässerschutzgebung stark verändert (siehe Publikation «Raum den Fliessgewässern»). Heute besteht eine Vielzahl von Interessen im Zusammenhang mit  Flüssen (Hochwasserschutz, Ökologie, Naherholung, Wasserversorgung, Landwirtschaft etc.). Diese müssen aufeinander abgestimmt werden. Das erarbeitete GEK Sense21 bietet eine kantons- und gemeindeübergreifende Gesamtsicht über diese Interessen. Die Absicht, für den Senseunterlauf ein Gewässerentwicklungskonzept zu erarbeiten, wurde von den betroffenen Gemeinden von Beginn weg mitgetragen.

Hochwassersituation in Laupen am 5. Juli 2009 (Foto: Sacha Beck).